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    Kapital Digital | 3 Min Lesedauer

    Wie Unternehmen mittels Co-Funding schneller Kapital einsammeln

    Mit einem Co-Funding können Unternehmen ihr Crowdinvesting-Projekt auf mehreren Plattformen listen lassen. CrowdDesk bietet seinen Emittenten dazu ab sofort den CrowdDesk-Marktplatz an. Wie dieser funktioniert und welche Vorteile Emittenten und Anleger haben, erfahren Sie hier.

    Wie sich beim Crowdinvesting die Kapitalbeschaffung beschleunigen und Reichweite herstellen lässt, haben wir bereits an anderer Stelle in diesem Blog erläutert. Es gibt einerseits verschiedene Marketing-Instrumente, wie Newsletter, Affiliates oder Social Media. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, ein Co-Funding zu nutzen. Was müssen Sie dafür tun?

    Co-Funding: Ein Projekt auf mehreren Plattformen listen

    Bei einem Co-Funding bietet ein Emittent sein Projekt zusätzlich auf einer anderen Plattform – neben der eigentlichen Lead-Plattform – zur digitalen Zeichnung an. Ein Beispiel: Die Wattner AG (Emittent) sammelt für sein Projekt Wattner SunAsset 8 Kapital über die Crowdinvesting-Plattform LeihDeinerUmweltGeld (Lead-Plattform) ein. Gleichzeitig ist dieses Projekt aber auch auf der Crowdinvesting-Plattform GLS Crowd (Co-Funding-Plattform) gelistet.

    Daraus ergeben sich für Emittenten und Anleger mehrere Vorteile: Zum einen profitieren beide von Synergieeffekten, die eine Listung auf unterschiedlichen Plattformen mit sich bringt. Emittenten können so ihr Kapital noch schneller einsammeln. Denn sie setzen auf die Reichweite von zwei Plattformen. Das sorgt für eine höhere Sichtbarkeit, sowohl für Unternehmen als auch das Projekt. Zusätzlich können Anleger auf eine größere Auswahl an Projekten zugreifen und haben mehr Investitionsmöglichkeiten.

    Grafik_Co-Funding_Crowdinvesting

    Der CrowdDesk-Marktplatz: Projekte zentral an einem Ort anbieten

    Diese Vorteile bündelt CrowdDesk nun auf einem eigenen Marktplatz: Emittenten, die mit CrowdDesk online Kapital einsammeln, haben ab sofort die Möglichkeit, mittels einer einfachen technischen Integration ihre Projekte auch auf anderen Plattformen zur Zeichnung anzubieten. Die wichtigste Voraussetzung: beide Plattformen müssen mit ihrer Emission bei CrowdDesk angelegt sein. 

    Welche Voraussetzungen Emittenten vorab für ein Co-Funding definieren können

    Jeder Emittent kann die Bedingungen frei definieren, die für ein Co-Funding auf einer anderen Plattform erfüllt werden müssen. Dazu gehören u.a.:

    • Welche thematischen Anknüpfungspunkte bzw. welchen Fokus hat die Co-Funding-Plattform? Passt die Thematik zu meinem Projekt?
    • In welchem Projektstadium kommt ein Co-Funding in Frage?
    • Wie hoch ist das minimale oder maximale Volumen, das für ein Projekt auf der Co-Funding-Plattform gezeichnet werden soll?
    • Gibt es eine geforderte oder ausgeschlossene Gesellschaftsform?
    • Was sind die zu vermittelnden Finanzinstrumente?
    • Muss eine bestimmte Eigenkapitalquote erfüllt werden, wenn ja: Wie hoch ist diese?
    • Wie hoch ist die finanzielle Vergütung für getätigte Investitionen von der Lead- an die Co-Funding-Plattform? 

    Wie funktioniert ein Co-Funding auf dem CrowdDesk-Marktplatz?

    Um sein Projekt für ein Co-Funding auf einer anderen Plattform freizugeben, ist es wichtig, dass Emittenten sich vorab mit den oben genannten Fragen auseinandersetzen. Dann geht es an die nächsten Schritte:

    1. Es kommt zu einem Co-Funding-Vertrag zwischen den einzelnen Plattformen. Hier werden alle Details und weitere spezifische Bestimmungen ausgearbeitet.
    2. Die Co-Funding-Plattform schließt mit dem Emittenten einen Projektvertrag.
    3. Das Co-Funding erfordert eine Aktualisierung des VIBs, das auch von der BaFin freigegeben werden muss. Dieser Prozess erfolgt über den Vermittler der Finanzanlage.
    4. Die Lead-Plattform, die ein Projekt zum Co-Funding freigibt, muss die Emission einstellen und für den Marktplatz freigeben.
    5. Die Co-Funding-Plattform muss die Emission auf seiner Plattform integrieren und alle entsprechenden Dokumente hinterlegen.
    6. Die Projektseite auf der Co-Funding-Plattform muss entsprechend angepasst werden und das Co-Funding kann starten.

    Neben den bereits angesprochenen Vorteilen für Emittenten, ist dieser Prozess für Unternehmen schlank gehalten: Sie müssen lediglich ihre Zustimmung zum Projektvertrag geben; die Plattformen stimmen sich bei weiteren Vorgängen untereinander ab. Außerdem sorgt die Schnittstelle bei CrowdDesk dafür, dass die bereits eingesammelte Summe der Lead-Plattform mit der neuen Co-Funding-Plattform fortlaufend synchronisiert wird, wodurch kein zusätzlicher manueller Aufwand entsteht.

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    Bildquelle: Pexels.com

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