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    #CrowdvsCorona | 3 Min Lesedauer

    Wie reagieren Kleinunternehmen und Selbstständige auf die Corona-Krise?

    Weltweit fährt die Wirtschaft wegen der Corona-Krise herunter. Besonders Kleinunternehmer und Selbstständige sind davon betroffen. Sie bangen um ihre Geschäfte und benötigen dringend Kapital, um sich ihre Existenz zu sichern. Wir zeigen, mit welchen Maßnahmen sie ihr Geschäft dennoch am Laufen halten und wie Schwarmfinanzierungen in dieser Situation helfen können.

    Die Corona-Krise zwingt das öffentliche Leben und die Wirtschaft in die Knie. Bis auf Weiteres schließen Warenhäuser, Möbel- und Sportgeschäfte, Theater, Restaurants, Cafés und Clubs. Besonders Kleinunternehmerinnen und -unternehmer sowie Solo-Selbstständige sind davon betroffen. Sie müssen um ihr Geschäft bangen, weil sicher geplante Einnahmen für die kommenden Monate innerhalb kurzer Zeit weggebrochen sind. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, schätzt beispielsweise, dass täglich Einnahmen von rund 1,1 Milliarden Euro ausbleiben – er fürchtet eine Pleitewelle. „Sechs bis acht Wochen ohne Kunden kann kein Geschäft aushalten.“

    Diese ungewöhnliche Situation erfordert kreative Maßnahmen. Das Internet wird von vielen auf unterschiedlichste Weise genutzt. Der Grad an Solidarität und Vernetzung ist schon jetzt hoch. Wie diese Maßnahmen aussehen und welche Initiativen, Bündnisse und Projekte in den vergangenen Tagen gestartet wurden, haben wir hier in einer unvollständigen Liste aufgeführt:

    Kulturbranche – Live-Streaming und Notfallfonds

    Die Absage von Konzerten, Theateraufführungen, Lesungen und anderen Kulturveranstaltungen bedroht die deutsche Kulturlandschaft in bisher nie da gewesenem Ausmaß. Mit „Keep the arts alive” wurde vom Bundesverband Deutsche Stiftungen ein Notfallfonds für Künstlerinnen und Künstler aufgesetzt. Öffentliche und private Kunstförderer können sich daran beteiligen, um insbesondere die große Anzahl an freiberuflich tätigen Künstlerinnen und Künstlern sowie andere Kulturschaffende zu unterstützen.

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    Einen anderen Weg bietet Künstlerinnen und Künstlern das Internet. Viele veranstalten Wohnzimmerkonzerte, streamen Lesungen von zu Hause aus oder präsentieren in ihren Instagram-Storys ihre Werke. Influencer nutzen ihre Reichweite dazu, kleinere freie Künstlerinnen und Künstler vorzustellen und zu unterstützen. So dürfen Kunstschaffende z. B. jeden Morgen die Newsletter-Sonderausgabe des ZeitMagazins kuratieren.

    Der Kulturbranche entgehen durch die Stilllegung des öffentlichen Lebens ganze Jahreseinnahmen. Sie sind deshalb auf Spenden angewiesen. Das geht am besten mithilfe von Paypal.

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    Gastronomie – Take-away und Gutscheine

    Anstatt ins Café oder in eine Bar zu gehen, um uns mit Freunden zu treffen, müssen wir in Zeiten der Corona-Krise zu Hause bleiben. Die Corona-Krise ist für viele Gastronomen eine Herausforderung und führt im schlimmsten Fall zur Insolvenz. Was kann man dagegen tun?

    Viele Gastronomiebetriebe können auch mit Waren- oder Essensgutscheinen, Geschenk- oder Stempelkarten unterstützt werden. Andere Gastronomen bieten ihre Menüs als Essenspakete an. Viele Restaurants nutzen Lieferdienste, liefern ihr Essen selbst aus oder haben sich andere Aktionen überlegt, um nicht komplett schließen zu müssen. Dazu gehört auch, dass Restaurants und Bistros ihre Vorräte zum Verkauf anbieten und kleine Märkte in ihren Räumlichkeiten eröffnet haben.

    Unter #supportyourlocalrestaurant finden sich online viele Angebote und Hinweise, wie die Gastronomie in diesen Zeiten unterstützt werden kann.

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    Einzelhandel – Online-Shops und Gutscheine

    Auch Buchhandlungen, Sportgeschäfte oder kleine Gewerke wie Goldschmiede, Hutmacher oder Änderungsschneidereien leiden unter dem Shutdown. Ähnlich wie die Gastronomie bieten auch sie an, ihre Waren online zu bestellen und sich nach Hause liefern zu lassen. Man kann aber auch direkt Gutscheine erwerben oder lang anstehende Reparaturarbeiten erledigen lassen. Wenn man sich ohnehin etwas anschaffen wollte, warum dann nicht jetzt?

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    Auf diesem Weg können Verbraucherinnen und Verbraucher Kleinunternehmen, Solo-Selbstständigen und Künstlerinnen und Künstlern helfen. Denn sie brauchen schnelle finanzielle Unterstützung, um diese Zeit zu überstehen. Wie können Schwarmfinanzierungen dabei helfen?

    Crowdfunding: Unbürokratische und schnelle Hilfe

    Ein Crowdfunding – also das Einsammeln von Kapital über viele Einzelne im Internet – eignet sich als Instrument, um schnell und unkompliziert Kapital einzusammeln. Denn trotz der angekündigten umfangreichen Hilfe seitens der Bundesregierung und Möglichkeiten eines Überbrückungskredits durch die KfW, wird es Kleinunternehmen, Selbstständige und Start-ups geben, die durch alle Raster fallen. Und andere Betriebe, wie Restaurants, Bars oder Cafés, die jetzt sofort Geld brauchen und für die jeder weitere Tag ohne Einnahmen kritisch ist.

    Mit einer Schwarmfinanzierung klappt dies auf unbürokratischem Weg. Die Gastronomie kann sich an seine Stammkundschaft wenden, wie das erfolgreich funktioniert hat das Henninger am Turm – wenn auch unter anderen Umständen Crowdfunding-Plattformen wie Startnext haben deshalb auch schon Hilfsaktionen gestartet, die dem Shutdown entgegenwirken.

    Das öffentliche Leben und die Wirtschaft befinden sich derzeit im Krisenmodus. Doch die betroffenen Unternehmen reagieren kreativ und versuchen das Schlimmste abzufedern. Über die weiteren Maßnahmen von Restaurants, Buchhandlungen, Friseuren und anderen Geschäften wollen wir in den kommenden Wochen weiter berichten. Außerdem geben wir einen Überblick über die Maßnahmen, die Crowdfunding-Plattformen anstoßen, um betroffenen Unternehmen und Solo-Selbstständigen zu helfen.

     

    Bildquelle: Pexels und Instagram

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    Emil

    Emil studiert Wirtschaftsingenieurswesen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Er unterstützt das CrowdDesk-Team in den kommenden Monaten im Bereich Content Marketing.

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