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    Featured #CrowdvsCorona | 4 Min Lesedauer

    Corona-Krise: Wo Unternehmen jetzt Hilfe bekommen

    Deutschland steht still – das Coronavirus hat das öffentliche Leben fest im Griff. Für viele Unternehmen bedeutet das eine existenzielle Bedrohung. Welche Möglichkeiten haben Betriebe, um sich ihre  Liquidität zu sichern? Wir haben Ansprechpartner und Hilfen zusammengestellt. 

    In Zeiten der Corona-Krise stellen sich viele Unternehmen die Frage, wie sie sich ihre Liquidität sichern können, um Mitarbeiter, Miete und andere Fixkosten weiter zu bezahlen. Es geht mittlerweile um die Existenz der Betriebe, die durch die weitgehende Stilllegung des öffentlichen Lebens besonders betroffen sind. 

    Eine Crowdfunding- oder Crowdinvesting-Kampagne kann ein Weg sein, um eine Überbrückungsfinanzierung auf die Beine zu stellen. Denn nicht alle Unternehmen kommen für staatliche Hilfe oder Bankkredite in Frage. So gab die Commerzbank bereits bekannt, dass man seit Montag dieser Woche eine hohe vierstellige Zahl an Kreditanfragen von Unternehmen erhalten habe, davon aber lediglich 30 % bewilligt werden können.

    Welche Hilfen es für Unternehmen gibt

    Doch es gibt andere Möglichkeiten für Unternehmen, um während der Corona-Krise Hilfen zu bekommen. Das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium haben hierzu ein „Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen“ als Maßnahmenpaket zur Abfederung der Auswirkungen von COVID-19 zusammengestellt. 

    Im Folgenden haben wir die Möglichkeiten, die Unternehmen und Beschäftigte während der Corona-Krise in Anspruch nehmen können, zusammengefasst:

     

    Antrag bei der Agentur für Arbeit für Kurzarbeitergeld

    Im Falle einer schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung oder eines unvorhersehbaren Ereignisses gleicht das Kurzarbeitergeld Entgeltausfälle zum Teil aus.

    • Beschäftigte in Kurzarbeit erhalten 60 % des Netto-Entgelts. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt, steigt dieser Betrag auf 67 %.
    • Das Quorum der von Arbeitsausfall betroffenen Beschäftigten wird auf bis zu 10 % abgesenkt.
    • Es wird teilweise oder vollständig auf Aufbau negativer Arbeitszeitsalden verzichtet.
    • Auch Leiharbeitnehmer können sich für Kurzarbeitergeld qualifizieren.
    • Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erstattet vollständig die Sozialversicherungsbeiträge

     

    Stundung von Steuern und Beiträgen

    Um die Liquidität von Unternehmen zu steigern, werden die Möglichkeiten zur Steuerstundung, Senkung von Vorauszahlungen und im Bereich der Vollstreckung verbessert.

    • Die Gewährung von Stundungen wird erleichtert (wenn die Einziehung eine erhebliche Härte für das Unternehmen darstellen würde), das heißt, dass der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben wird.
    • Vorauszahlungen werden herabgesetzt und angepasst, wenn klar ist, dass die Einkünfte des Unternehmens im nächsten Jahr voraussichtlich geringer sein werden.
    • Auf Vollstreckungsmaßnahmen wird bis zum 31.12.2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist.

     

    Staatliche Fördermöglichkeiten bei den Hausbanken und Förderinstituten

    COVID-19 sorgt aktuell dafür, dass das wirtschaftliche und öffentliche Leben in Deutschland fast zum Erliegen gekommen ist. Die Bundesregierung will deshalb in den kommenden Tagen ein Hilfspaket in Höhe von 1.400 Milliarden Euro verabschieden, um die Auswirkungen für Konzerne, kleine und mittelständische Unternehmen sowie Selbstständige abzufedern. 

    • Die Bedingungen für den KfW-Unternehmerkredit und ERP-Gründerkredit werden gelockert. Dazu wird die Risikoübernahme auf bis zu 80 % erhöht. Das soll die Bereitschaft von Hausbanken zur Kreditvergabe steigern.
    • Für größere Unternehmen wird die bisherige Umsatzgrenze auf 5 Milliarden erhöht. Der „KfW-Kredit für Wachstum“ wird umgewandelt und für Vorhaben im Wege einer Konsortialfinanzierung (mehrere Banken vergebenen einen Kredit gemeinsam) zur Verfügung gestellt. Auch hier wird die Risikoübernahme erhöht (auf bis zu 70 %), somit soll der Zugang von größeren Unternehmen zur Konsortialfinanzierung erleichtert werden.
    • Für Unternehmen mit mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz erfolgt eine Unterstützung wie bisher nach Einzelfallprüfung.
    • Zusätzlich wird bei den Bürgschaftsbanken der Bürgschaftshöchstbetrag verdoppelt. (Bürgschaftsbanken können in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung Kredite ermöglichen und mit bis zu 80 % absichern). 
    • Das Großbürgschaftsprogramm wird geöffnet (gilt nur für strukturschwache Regionen), hiermit wird die Absicherung von Betriebsmittelfinanzierungen und Investitionen ab einem Bürgschaftsbedarf von 50 Millionen Euro und mit einer Bürgschaftsquote von bis zu 80 % gewährleistet.
    • Für Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise in ernsthaftere Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind (und keinen Zugang zu den bestehenden Förderprogrammen haben), werden Sonderprogramme bei der KfW aufgelegt. Das wird durch die Erhöhung der Risikotoleranz der KfW ermöglicht.

    Weiterführende Informationen:

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    Christoph

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