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    #CrowdvsCorona | 2 Min Lesedauer

    Unternehmensfinanzierung: Crowdinvesting in Zeiten von Corona

    Viele Unternehmen kämpfen in diesen Wochen um ihre Finanzierung. Nicht alle Firmen profitieren von den staatlichen Hilfspaketen, viele fallen durch das Raster. Crowdinvesting kann eine Alternative für KMU und Start-ups sein, um deren Unternehmensfinanzierung heterogener aufzustellen.

    Die Finanzierung vieler Unternehmen steht in diesen Wochen massiv unter Druck. Das Coronavirus hat in Deutschland in vielen Branchen eine Wirtschaftskrise ausgelöst. Jedes fünfte Unternehmen hat Kurzarbeit angemeldet, mehr als 10 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind betroffen. Die Finanzierung neuer Projekte und Investitionen von Unternehmen bleiben vorerst aus, da das notwendige Kapital fehlt oder zurückgehalten wird. Und dennoch: Unternehmensfinanzierungen gewinnen derzeit an Bedeutung, wie z. B. der IHK-Bezirk Frankfurt am Main in seiner Konjunkturumfrage herausgefunden hat.

    Unternehmensfinanzierungen in Zeiten von Corona

    Davon betroffen sind vor allem kleinere und mittlere Unternehmen (KMU). Zwar können sich Konzerne wie die Lufthansa oder TUI an staatliche Institutionen wenden, doch das ist nicht für alle Firmen möglich. Gerade bei KMU ist zu befürchten, dass die Hilfen zu spät ankommen oder nicht umfangreich genug sind. Nicht überall läuft die Abwicklung reibungslos, in vielen Fällen kommt es zu Verzögerungen, wie beispielsweise der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie oder der Verband der Automobilindustrie erklären. Es ist nicht gesichert, ob die „Bazooka“ allen helfen kann.

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat jüngst ein 25-Milliarden-Euro-Programm für den Mittelstand vorgeschlagen, allerdings kämpfen viele Firmen bereits seit mehr als zwei Monaten mit den Auswirkungen der Coronakrise. Wie lange sie noch durchhalten bis die Hilfen zur Überbrückungsfinanzierung auf ihrem Konto eintreffen ist noch ungewiss. Auch junge Unternehmen und Start-ups fallen durch das Raster staatlicher Kredite. Sie stehen in vielen Fällen erst kurz vor der Profitabilität und passen in keines der aufgesetzten Hilfsprogramme.

    Wie kann Crowdinvesting helfen?

    Wenn staatliche Hilfe nicht ankommt, bliebe diesen Unternehmen noch der Gang zur Bank. Doch Kreditinstitute waren aufgrund hoher Eigenkapitalanforderungen durch die Baseler Reformen schon vor der Krise streng bei der Kreditvergabe. COVID-19 macht die Situation nicht besser. KMU und Start-ups können in vielen Fällen die hohe Eigenkapitalquote nicht erfüllen. Sie können sich nicht mehr ausschließlich auf einen Kredit verlassen. Die angesprochenen Unternehmen brauchen Alternativen und müssen ihre Finanzierung heterogener aufstellen, gerade auch in Zeiten von Corona. Crowdinvesting kann ein Teil eines Finanzierungsmix sein, der auf mehreren Säulen ruht.

    Schwarmfinanzierungen über die Crowd sind flexibel für Unternehmen und Branchen einsetzbar. Ob für den Fahrradladen um die Ecke, einen Immobilienentwickler oder den Handwerksbetrieb: Sie alle können die Crowd nutzen, um eine Unternehmens-, Projekt- oder Überbrückungsfinanzierung zu realisieren. Mit einem Netzwerk an Investoren und der Bereitschaft für sein Vorhaben zu werben, kann Crowdinvesting während der Coronakrise eine schnelle Alternative oder die Ergänzung zum Bankkredit sein.

    Kein Rückgang der Crowd-Investitionen

    Zahlreiche Unternehmen, die von der aktuellen Situation betroffen sind, greifen schon auf die Crowd zurück. Crowdfunding- und Crowdinvesting-Plattformen haben Aktionen gestartet, mit denen sie betroffene Unternehmen stützen wollen. CrowdDesk unterstützt bei #CrowdvsCorona z. B. mit einer kostenlosen Version seiner Software. Aescuvest hat gemeinsam mit anderen Plattformen #CrowdBeatsCorona gestartet. Deren Ziel: Start-ups zu fördern, die Produkte zur Eindämmung der Corona-Pandemie entwickeln.

    Die gute Nachricht für alle Unternehmen: Die Crowd investiert weiter. Die Investitionssummen der Anleger waren auch während der vergangenen zwei Monate hoch, ein nachhaltiger Rückgang blieb aus. Auch in Krisenzeiten bleibt ein Crowdinvesting zwar eine risikoreiche, aber dennoch beliebte Anlageform – die zudem bequem von zu Hause aus getätigt werden kann.

    Fallen Unternehmen durch alle Raster und benötigen dringend Kapital, kann Crowdinvesting eine gute Ergänzung oder Alternative zu herkömmlichen Finanzierungsinstrumenten sein.

     

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    Bildquelle: pexels.com 

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