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    Stories | 4 Min Lesedauer

    Die Crowdfunding-Pioniere

    Einfacher Zugang zu Kapital, jederzeit und überall: Mit dieser Vision gestartet, ist CrowdDesk heute Marktführer für digitale Funding-Prozesse. Als Pioniere der Szene haben die Gründer Jamal El Mallouki und Johannes Laub ihre Idee ständig weiterentwickelt, ohne ihre Vision dabei aus den Augen zu verlieren.

    Oppenheim, Rheinland-Pfalz am Anfang der Nullerjahre: Jamal El Mallouki und Johannes Laub kennen sich schon seit Kindertagen. Sie sind umtriebig – soweit man das eben in der rheinhessischen Provinz sein kann. „Wir wollten schon immer was los machen und uns ausprobieren“, sagt Johannes heute rückblickend. Auf dem Dorf ist das allerdings gar nicht so einfach. „Die ersten unternehmerischen Gehversuche waren ein eigenes Musiklabel und das Programmieren von Websites für örtliche Gemeinden und Kommunen.“

    Die beiden Kindheitsfreunde haben sich schon damals selbst den Zugang zu Kapital ermöglicht – und ihnen war von Anfang an die Bedeutung dessen bewusst. „Wenn du über eigenes Kapital verfügst, kannst du deine Ideen und Werte weiterentwickeln“, erzählt Jamal.

    Intransparente Strukturen und fehlende Wertschöpfung

    Oestrich-Winkel 2009: Während Jamal El Mallouki und Johannes Laub an der European Business School studieren, hat die Finanzkrise längst ihren Höhepunkt erreicht. Die offensichtlichen Schwachstellen im traditionellen Bankensystem machen für die beiden Studenten die vorgezeichneten Karrieren immer unattraktiver. „Wir kannten die Finanzbranche und die veralteten Strukturen und Intransparenz dahinter. Außerdem haben wir uns gefragt: Woher kann eine Wertschöpfung kommen, wenn jemand frisch von der Uni mit einem sechsstelligen Gehalt dort einsteigt?“, fragen die beiden Gründer sich damals. Niemand konnte ihnen auf diese Frage eine zufriedenstellende Antwort geben.

    In der Finanzbranche  herrschen intransparente und undurchsichtige Strukturen vor. Wer Kapital für seine Ideen erhält, das entscheiden nur einigeg wenige Intermediäre. In Jamal und Johannes reift die Idee einer Finanzierungsalternative, die einen einfachen Zugang zum Kapitalmarkt ermöglicht – unabhängig von Dritten.

    Die Finanzkrise und Deutschlands erster Bürgerkredit

    Zur gleichen Zeit entsteht in Quickborn Deutschlands erste Crowdfunding-basierte Bürgerbeteiligung: In nur wenigen Tagen schafft es die norddeutsche Gemeinde vier Millionen Euro für die Sanierung von öffentlichen Gebäuden einzusammeln.

    Jamal und Johannes verfolgen die Berichterstattung von Wiesbaden aus – und ihre Idee reift zum Konzept. Sie sind überzeugt, dass dezentrale Finanzierungsformen eine Alternative zu Bankkrediten sein können: eine bürgerschaftliche und zugleich unternehmerische Geldanlage.

    Jamal El Mallouki ist einer der Gründer von CrowdDesk.

    Die beiden Freunde entwickeln mit einem kleinen Team die technische Infrastruktur für ihr Konzept - und sind 2011 damit einer der Crowdfunding-Pioniere in Deutschland. Die BaFin bestätigt die rechtliche Zulässigkeit. Im selben Jahr geht dann LeihDeinerStadtGeld.de als Plattform für Kommunalfinanzierung an den Start.

    Voller Überzeugung vermarkten die Gründer ihr Business und leisten wertvolle Pionierarbeit für Crowdfunding in Deutschland. „Das erreichte medial schnell Aufmerksamkeit, trotzdem mussten wir feststellen, dass wir damit keinen Cent verdienen“, erinnert sich Johannes an die Anfänge.

    Online Kapital einsammeln: CrowdDesk startet 2015 mit seiner SaaS-Lösung

    Vier Jahre nach der Gründung von LeihDeinerStadtGeld setzen Johannes und Jamal 2015 auf ein neues Geschäftsmodell: Als CrowdDesk bieten sie erstmalig eine Software-Lösung, die den gesamten Fundingprozess digital abbildet. Außerdem hat sich LeihDeinerUmweltGeld.de als Plattform zur Schwarmfinanzierung von Projekten aus dem Bereich erneuerbare Energien etabliert.

    Crowdfunding-Plattformen wie Aescuvest oder Zinsland gehören zu den ersten Kunden und setzen bei ihren Angeboten auf die Lösung von CrowdDesk. Nur zwei Jahre später geht mit GLS Crowd die erste europäische Plattform für Schwarmfinanzierung einer Bank online – basierend auf der CrowdDesk-Software. Heute nutzen diese Software außerdem die DKB Bank und die VR Bank Würzburg für ihre Crowdinvesting-Plattformen.

    Kapitalzugang für alle schaffen

    CrowdDesk wächst weiter. Neben der technologischen Lösung sind es vor allem die Expertise für Finanz- und Rechtsthemen, aber auch das Know-how bei der Vermarktung von Crowdfunding-Projekten, die das Angebot einzigartig machen.

    2018 entwickelt CrowdDesk das Produkt zu einer Funding-as-a-Service-Lösung: Die geringeren Kosten ermöglichen erstmals auch kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugang zum digitalen Kapitalmarkt. „Mit der eigenen Crowd lässt sich nicht nur Kapital beschaffen“, erklärt Johannes, „Kunden, Mitarbeiter oder Partner werden auch emotional an eine Marke gebunden.“

    Johannes Laub ist einer der Gründer von CrowdDesk.

    Eine Lösung für jeden

    Ob zur Unternehmensgründung oder für Investitionsvorhaben etablierter Unternehmen, zur Beteiligung von Mitarbeitern oder zur Finanzierung von Immobilienprojekten – CrowdDesk entwickelt Konditionen für jeden Finanzierungsbedarf. „Wir haben unser Angebot ständig überprüft und weiterentwickelt“, resümiert Jamal. Mit ihrer Erfolgsstory verfolgt CrowdDesk seine Vision und blickt dabei nicht nur auf den deutschen Markt.

    So soll die erfolgreiche Gründerstory weitergeschrieben werden: „Wir wollen weiter wachsen und unsere Software made in Germany auch in anderen Märkten etablieren“, blicken Jamal und Johannes in die Zukunft. Denn: Jeder sollte die Freiheit haben, neue Werte zu schaffen – mit dem einfachen Zugang zu Kapital, jederzeit und überall.

    Du möchtest mehr über CrowdDesk und seine beiden Gründer erfahren? Im Gründerinterview gibt es 18 schnelle Antworten auf 18 kurze Fragen. Und es geht um die wirklich wichtigen Dinge: Mario Kart, grüne Soße und Dellen im Universum.

     

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