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    enyway: Klimaschutz neu denken

    enyway will Bürgerinnen und Bürger unkompliziert, bezahlbar und direkt an Maßnahmen zum Klimaschutz beteiligen. Dafür setzt das Hamburger Energieunternehmen auf Crowdfunding – und das bereits zum wiederholten Mal. Warum?

    Wie bringt man die Menschen dazu, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen? Welche Maßnahmen können Unternehmen ergreifen, die einfach umsetzbar und effizient sind? Mit diesen Fragen beschäftigt sich enyway. Das Hamburger Energieunternehmen ist bisher bekannt als weltweit erste kommerzielle Peer-to-Peer-Plattform für Ökostrom direkt vom Erzeuger.

    Beteiligung am Klimaschutz allen ermöglichen

    „Klimaschutz und die Maßnahmen dafür müssen machbar und bezahlbar sein“, sagt das Team von enyway. Mit diesem Gedanken starteten die Hamburger 2018 ihr Produkt „enyway Power“ – und sorgten für große Aufmerksamkeit.

    Die Überschrift „Ein Pizzakarton Strom“ war in verschiedensten Medien zu lesen. Das Prinzip dahinter war simpel: Jede Bürgerin und jeder Bürger konnte sich am Bau einer Solaranlage beteiligen. Dabei gab es die Größe „Pizzakarton“ und die Größe „Tischtennisplatte“. Klassisches Crowdfunding also, das Stromkunden direkt an der Produktion beteiligte.

    Das war einfach, verständlich und ohne große Hürden machbar. Genau die Voraussetzungen, die es braucht, um aktiv Klimaschutz zu betreiben. „Mit enyway Power wollen wir die Förderung über die Umlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) überflüssig machen“. Ebenso stärke das den Ausbau dezentraler erneuerbarer Energien und demokratisiere den Energiemarkt.

    Nach enyway Power kommt enyway Impact

    Die Energiewende ist in Deutschland weder gerecht, noch kommt sie voran. Von der EEG-Umlage profitieren vor allem Unternehmen, die über die entsprechenden Solarflächen verfügen, sowie Eigenheimbesitzer.

    Doch ein Haus besitzen laut Statista nur knapp 38 % der Deutschen. Einen großen Teil der Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien tragen also Mieter. Doch sie können selbst keine Anlagen auf ihren Dächern installieren, womit sie Strom produzieren. Der Wandel vom Konsumenten zum Produzenten bleibt deshalb nur einigen wenigen vorbehalten.

    Weltweit wurde das deutsche EEG-Modell kopiert und klug weiterentwickelt. In Deutschland hat die Realität die Umlage aber längst ein- und schließlich überholt. Ab 2021  sollen zwar neue Förderbestimmungen für Ökostrom gelten (EEG-Novelle), aber die Kritik daran ist schon jetzt groß.

    CrowdDesk_Enyway_Erneuerbare Energie

    In den vergangenen Jahren haben sich die verschärften Bedingungen aber zum Nachteil für die Bevölkerung entwickelt; so seien steuerrechtlichen Regeln für die Besitzer kleiner Solaranlagen viel zu kompliziert. „Vielmehr bauen große Energieunternehmen nun Megaprojekte ohne Beteiligungen“, im Sinne einer gerechten Bürgerbeteiligung an der Energiewende ist das nicht.

    2018 haben die Hamburger gezeigt, dass es in Sachen Strom auch anders geht. Nun setzen sie das nächste Produkt um – und bei der Finanzierung wieder auf die Crowd.

    „Anfang Oktober haben wir enyway impact gelauncht“, erzählt das enyway-Team um die Geschäftsführer Heiko von Tschischwitz und . Von Tschischwitz ist kein Unbekannter im Bereich erneuerbarer Energien und Klimaschutz. 1998 gründete er die Firma Lichtblick mit, die heute einer der größten Ökostromversorger Deutschlands ist.

    CO2-Kompensation im Fokus

    enyway Impact setzt auf Crowdinvesting. Es ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern, aber auch Unternehmen, Geld in nachhaltige Projekte zu investieren, um damit neben einer Rendite auch eine entsprechende Menge an CO2 auszugleichen.

    „Für uns ist neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien die CO2-Kompensation ein wichtiger Faktor für ein klimaneutrales Leben“, sagt enyway. Man habe es sich zum Ziel gemacht, den Menschen neue Wege aufzuzeigen, wie sie sich selbst aktiv für den Klimaschutz einsetzen können. Neben der eigenen Produktion von Strom sei das auch die Kompensation von CO2.

    CrowdDesk_enyway Impact

    Da das erste Crowdfunding-Projekt bereits ein Erfolg war, war schnell klar, dass auch das zweite Projekt mithilfe der Crowd finanziert werden sollte. Erstes Impact-Projekt ist eine Waldaufforstung in der Region Sabah auf Borneo. Ein großer Teil dessen steht unter Schutz. Die Asian Forestry Company in Sabah (AFCS) verwaltet die Baumprojekte.

    Mit dem Projektpartner Merica bot enyway den Investoren die Möglichkeit, in den Ausbau von ca. 100 Hektar Wald zu investieren. „Insgesamt gleicht das über fünf Jahre knapp 11.000 Tonnen CO2 aus“, so enyway.

    Reibungsloser Investitionsprozess  mit CrowdDesk

    Das erste Impact-Projekt war bereits ein voller Erfolg: Innerhalb von drei Wochen sammelte enyway 300.000 Euro ein. Anfang Dezember startete direkt das nächste CO2-Kompensations-Projekt. Auch hier ist das Interesse an Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen groß: Bereits nach wenigen Tagen kamen mehr als 200.000 Euro zusammen.

    Als eigenständiger Plattformanbieter kam für enyway nur eine White-Label-Lösung infrage. „Wir wollten eine Software, die sich nahtlos in unseren Investitionsprozess integrieren lässt. So können wir unser eigenes Frontend nutzen, das unsere Kunden kennen. Sie durchlaufen in gewohntem Umfeld die Costumer Journey“, erklärt enyway seine Beweggründe, „dann gelangen die Anlegerinnen und Anleger über den Jetzt-Investieren-Button in den Checkout-Prozess von CrowdDesk und schließen ihre Investition ab.“

    "Wir wollten eine Software, die sich reibungslos in unseren Investitionsprozess integrieren lässt und die uns die Möglichkeit gibt, Investoren durch unsere Costumer Journey zu führen."

    Eine vertraute Umgebung und ein konsistenter Markenauftritt sind wichtig, um Investoren zu überzeugen. Gleichzeitig wirbt enyway über Social-Media, Kooperationen mit passenden Partnerunternehmen und Influencern, Bestandskunden-Marketing und ausgewählten Presseveröffentlichungen um neue Anlegerinnen und Anleger.

    Dass vor allem das Angebot von nachhaltigen und grünen Geldanlagen im Bereich Crowdinvesting funktioniert, überrascht das junge Hamburger Unternehmen nicht. Besonders über Schwarmfinanzierungen sei das darstellbar.

    Bestrebungen zum Schutz des Klimas waren seit Beginn durch Bürgerinnen und Bürgern vorangetrieben worden. Diese Bewegung war rückläufig und die Gewinnung von Strom vor allem zentral und durch einzelne Unternehmen geprägt.

    Renditerechner enyway

    Hier helfe nun die Digitalisierung, da sie vorher teure und komplizierte Prozess für alle zugänglich mache. Eine digitale Finanzierung über eine Online-Plattform legt den Klimaschutz wieder in die Hände von Bürgerinnen und Bürgern.

    Crowdinvesting ermöglicht einfache Beteiligung für viele

    Das gibt einer breiten Öffentlichkeit die Chance, sich schon mit kleinen Beträgen zu beteiligen. Gleichzeitig ist eine Investition über ein Crowdinvesting transparent und für alle nachvollziehbar. Investoren wissen, in welche Projekte sie investieren und dass sie mit ihrem Kapital etwas Gutes unterstützen. Jeder kann daran partizipieren.

    Der Markt für Kompensationsprodukte ist für enyway deshalb nur der nächste logische Schritt, um mehr Klimaschutz für alle zu ermöglichen. „Jedem, der über unsere Plattform kommt, wollen wir es ermöglichen, dass er sich schnell und einfach an Klimaschutzprojekten beteiligen kann.“

     

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