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    Recht Featured | 3 Min Lesedauer

    Die neue FinVermV und was sich für 34f-Vermittler dadurch ändert

    Durch die neue Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) ändern sich die Spielregeln für Finanzanlagenvermittler. Viele befürchten höhere Kosten und einen zunehmenden Verwaltungsaufwand bei der Betreuung von Kunden. Doch die Änderungen sind auch ein Signal, die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen – und CrowdDesk kann die Branche dabei unterstützen.

    Die Regulierung der Finanzbranche schreitet voran: Im vergangenen Jahr hat das Bundesfinanzministerium die Finanzanlagenvermittlungsverordnung überarbeitet. Mittelfristig soll die FinVermV in das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) übergehen. Auf Finanzanlagenvermittler nach § 34f und § 34h Gewerbeordnung (GeWo) kommen zahlreiche Änderungen zu. Welche sind das und wie wirken sie sich auf die Vermittlerarbeit aus?

    FinVermV: BaFin-Kontrolle über 34f-Vermittler?

    Zum einen sollen ab dem 01. Januar 2021 alle Finanzvermittler mit einer Zulassung nach § 34 f und § 34 h Gewerbeordnung (GewO) der Finanzaufsichtsbehörde BaFin unterstellt werden. Davon wären knapp 38.000 Vermittler betroffen. Ob das Gesetz überhaupt kommt ist weiter ungewiss.  Derzeit steckt der Gesetzentwurf im Bundestag fest, Union und SPD streiten vehement darüber. Die Fronten sind verhärtet.

    Bisher erfolgt die Kontrolle von Finanzanlagenvermittlern durch die Gewerbeämter oder die Industrie- und Handelskammer. Das Finanzministerium sieht das zunehmend kritisch: „Hieraus folgt nicht nur eine organisatorische, sondern auch eine fachliche Zersplitterung der Aufsicht, was zu Lasten der Einheitlichkeit und Qualität der Aufsicht gehen kann.“ Die BaFin hingegen gewährleiste eine einheitliche und qualitativ hochwertige Finanzaufsicht.

    Steigende Kosten für Finanzanlagenvermittler

    Der Verband selbstständiger Anlagenvermittler (VSAV) befürchtet dabei vor allem steigende Kosten – und das nicht ganz unbegründet. Denn für die neue Kontrollaufsicht sollen laut einem Referentenentwurf des Finanzministeriums von November 2019 die Vermittler selbst aufkommen. Dafür veranschlagt der Fiskus jährlich rund 38 Millionen Euro.

    Branchenverbände wie Votum, der die Interessen von unabhängigen Finanzdienstleistungsunternehmen vertritt, kritisierte das: „Der Aufbau einer solchen kostenträchtigen zusätzlichen Behördeneinheit ist tatsächlich durch nichts zu rechtfertigen“, erklärt Votum-Vorstand Martin Klein gegenüber Fonds Professionell ONLINE.

    Neben steigenden Kosten befürchten die Interessensvertreter vor allem einen administrativen Mehraufwand. Hauptverantwortlich dafür könnten die folgenden Neuregelungen sein.

    Taping: Aufzeichnungspflicht für Telefongespräche

    Zukünftig müssen Finanzvermittler ihre telefonischen Beratungsgespräche mit Kunden aufzeichnen. Gleiches gilt für die elektronische Kommunikation via E-Mail. Diese Aufzeichnungen müssen zehn Jahre gespeichert werden. Für 34f-Vermittler, die nicht in einer großen Vertriebsgesellschaft oder einem Maklerpool organisiert sind, bedeuten das einen erheblichen Mehraufwand, sowohl finanziell als auch in der Verwaltung.

    Kosteninformationspflicht verschärft sich

    Bisher mussten Finanzanlagenvermittler ihre Kunden lediglich einmalig vorab über die Kosten der Finanzanlage aufklären. Mit der Novellierung der FinVermV müssen Berater ihre Kunden auch nach Erwerb der Anlage wiederkehrend über die laufenden Kosten informieren – und dies wesentlich detaillierter.

    • - Aufschlüsselung der Gesamtkosten, mindestens in Finanzdienstleistungskosten und Produktkosten
    • - Weitere Aufgliederung in Initialkosten, laufende Kosten und Ausstiegskosten
    • - Anzeige der Auswirkungen der Kosten auf die Rendite
    • - Kostenangaben in Euro und Prozentanteil an den Gesamtkosten

    Neue Regelungen zur Dokumentationspflicht

    Die Geeignetheitserklärung wird das bisherige Beratungsprotokoll ersetzen. Die Neuerung zielt vor allem auf die Erklärung ab, warum eine Anlage für den Anleger infrage kommt. Der Schwerpunkt verschiebt sich auf die Empfehlungsbegründung, die sich aus Präferenzen, Anlagezielen und sonstigen Merkmalen des Anlegers zusammensetzt. Dafür ist eine wesentlich detailliertere und individuellere Begründung notwendig.

    Finanzdienstleister müssen umfassend auf die persönlichen Umstände des Anlegers eingehen, auf seine Kenntnisse, Erfahrungen und die Risikobereitschaft. Jeder dieser Umstände verlangt zukünftig nach einer gesonderten Begründung.

    Chance, die Digitalisierung zu nutzen

    Für 34f-Vermittler erschweren alle diese Neuerung die Arbeit – gerade für solche, die selbstständig sind. Doch die neuen Verordnungen sind auch ein klares Signal an die Branche, die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen. Der administrative Mehraufwand wird nur mithilfe von digitalen Maßnahmen zu bewältigen sein – und mit Lösungen, die die Vermittler auf anderen Gebieten entlasten.

    Für Finanzanlagenvermittler ist dies deshalb nun die Chance, die Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle voranzutreiben und Prozesse und Strukturen effizient zu gestalten.

    Wie hilft CrowdDesk?

    CrowdDesk bietet mit PRO Agent eine Softwarelösung, die zwar nicht alle Neuerungen des FinVermV abfangen kann, jedoch die Arbeit für Vermittler auf vielen Ebenen effizienter, einfacher und rechtssicherer macht – und dabei dennoch den Verbraucherschutz nicht vernachlässigt.

    So ermöglicht CrowdDesk den Finanzvertrieb im digitalen Zeitalter. Welche konkreten Vorteile haben Finanzanlagenvermittler davon?

    • - Eine Erweiterung des Produktportfolios und die erfolgreiche digitale Einbindung des bestehenden Kundenstamms.
    • - Die einfache Gewinnung von Neukunden durch Marketingmaßnahmen, wie z. B. einen Newsletter.
    • - Die effiziente digitale Verwaltung der Provisionsbeiträge.
    • - Die übersichtliche Darstellung und den einfachen Zugriff auf alle Investorendaten und Investitionen.
    • - Die Vermittlung und Weiterempfehlung mit nur einem Klick.
    • - Eine transparente und rechtssichere Abwicklung aller Investitionsprozesse.

    Zahlreiche 34f-Vermittler nutzen CrowdDesk bereits. Für lizenzierte Vermittler fallen dabei keine Kosten für Softwaremiete oder für Set-up-Gebühren an. „So können Finanzanlagenvermittler Kunden die bestmögliche und dazu absolut rechtssichere Beratung anbieten“, sagt Dr. Stefan Flach, der auf die technische Lösung von CrowdDesk setzt.

     

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    Kristin

    Bei CrowdDesk ist Kristin das Organisationstalent. Auf dem Blog kümmert sie sich um Marketingthemen und die Akteure, die hinter den Projekten stehen.

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