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    Marketing für Crowdfunding: „Es geht um Personalisierung und klares Design“

    Eine authentische Geschichte mit einem klaren Design sei das Wichtigste beim Marketing für Crowdfunding, sagt Marie Abel. Sie ist Marketing Managerin bei der Crowdinvesting-Plattform finteo und muss es wissen: Das erste Projekt wurde innerhalb von nur 24 Stunden finanziert. Im Gespräch erzählt sie, mit welchen Maßnahmen finteo das geschafft hat.

    Marie, 250.000 Euro innerhalb von 24 Stunden: euer erstes Crowdinvesting-Projekt war ein voller Erfolg. Das Royals & Rice kann nun ein zweites Restaurant eröffnen. Wie sah die Marketingkampagne dazu aus?

    Wir haben zunächst ein Konzept festgelegt, wie wir unsere Kampagnen generell gestalten wollen – welches dann auch bei jedem kommenden Crowdinvesting zum Einsatz kommt. Am wichtigsten ist es für uns, dass unsere Investoren sich auf der Projektseite schnell einen guten Überblick verschaffen und alle relevanten Informationen einholen können. Darauf haben wir uns bei unserer Kampagne fokussiert.

    Habt ihr eure Investoren eher online oder offline angesprochen?

    Grundsätzlich betreiben wir Multichannel-Marketing. Zum einen haben potenzielle Investoren auf Events - das waren eigene Veranstaltungen sowie Partner-Events – offline auf uns aufmerksam gemacht.  Auf diesen Events stellten wir finteo und das Thema Crowdinvesting vor. Die Besucher konnten sich anschließend für unseren Newsletter anmelden, um regelmäßig Infos zu neuen Projekten und Crowdinvesting zu erhalten. Wir betreiben außerdem Online-Marketing, um Investoren zu gewinnen. Beim Royals & Rice-Projekt ging drei Tage vor Funding-Start und am Tag, als das Projekt online ging, ein Mailing an die Abonnenten raus, sowie diverse Social-Media-Posts.

    CrowdDesk_Marketing finteo

    Wie nutzt ihr den Newsletter jetzt?

    Wir informieren unsere Abonnenten damit über Veranstaltungen, Neuigkeiten und Projekte. Bezüglich des ersten Projekts geben wir den Investoren regelmäßige Status-Updates zum Fortschritt des Wachstumsvorhabens. Der Newsletter ist ideal, um unkompliziert und trotzdem gut aufbereitet Infos zu vermitteln. Das Mailing verlinkt in der Regel auch zu unserem Blog, auf dem wir weitere Themen spielen. So können wir alles miteinander vernetzen.

    Ihr müsst ja nicht nur eure Projekte auf der Plattform vermarkten, sondern auch die Plattform „finteo-Crowd“ selbst. Wie geht ihr hier vor?

    Das Marketing dafür ist immer ein Wechselspiel. Im Endeffekt zielt aber das eine auch immer auf das andere ein. Wenn wir gerade keine Crowdinvesting-Projekte auf unserer Plattform haben, liegt der Fokus mehr darauf, finteo selbst und Crowdinvesting als alternative Finanzierungsform zu vermarkten. Haben wir ein Projekt online, dann rückt die Bewerbung dessen im Rahmen der Laufzeit des Fundings in den Fokus.

    Wir setzen auf Multichannel-Marketing: Investoren werden offline auf Veranstaltungen angesprochen, aber auch Online via Social Media und Newsletter.

    Die nächsten Projekte der finteo-Crowd sind schon in Planung. Wie geht ihr vor, um euer Investorennetzwerk dafür zu erweitern?

    Zum einen haben wir in Social Media auf LinkedIn, XING und Twitter aufgebaut, die wir regelmäßig mit Content bespielen. Also klassische Online-Marketinginstrumente. Wir setzen aber auch weiter auf Offline-Maßnahmen wie eigene Veranstaltungen oder Events mit Partnerunternehmen. Außerdem sind wir auf Messen vertreten. Hierfür haben wir zahlreiches Material zum Thema Point-of-Sale Marketing, das wir gezielt einsetzen.

    Das klingt schon sehr umfangreich. Für zukünftige Projekte, bei denen noch mehr Kapital eingesammelt werden soll, braucht es aber auch einen großen Pool an Investoren.

    Ja, und mit diesen Maßnahmen schaffen wir es, den Namen finteo weiter nach außen zu tragen und unser Netzwerk sukzessive zu erweitern. Im selben Zuge kann finteo bei großen Emissionen in Zukunft auch Partner und Partner-Plattformen, mit denen auch ein Co-Funding realisiert werden kann, mit einbeziehen. Oder wir platzieren unser Projekt parallel auf einem Investment-Marktplatz wie dem Anlagehafen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten.

    Welche weiteren Maßnahmen sind geplant?

    Wir wollen weiterhin auf Veranstaltungen als Marketinginstrument setzen und unsere Online-Präsenz weiter ausbauen. So diversifizieren wir unsere Kanäle und Möglichkeiten. Im nächsten Jahr planen wir beispielsweise verschiedene SEA-Kampagnen und wollen auf Social Media noch aktiver werden. Diese zielen aber zunächst auf kapitalsuchende Unternehmen ab, nicht auf Investoren. Wie wir diesen Mix aufeinander abstimmen, entscheiden wir von Projekt zu Projekt.

    CrowdDesk_finteo_Marketing

    Viele Schwarmfinanzierungen setzen auf ein Video als zentrales Content-Element ihrer Kampagne. Auch ihr habt ein Video produziert, dass den Geschäftsführer und die Räumlichkeiten des Royals & Rice zeigen. Was war der Gedanke dahinter?

    Ein Video stellt vor allem eine emotionale Bindung zwischen Unternehmen und Investoren her. Um hier die richtige Wirkung zu erzielen, sollten die Videos nicht zu lang sein. So lässt sich kompakt – und vor allem handlich für Social Media – alles Wichtige zu den involvierten Personen und dem Projekt erzählen.

    Also Unternehmen ein Gesicht geben und es nahbarer machen?

    Ganz genau. Gerade im Bereich der Mittelstandsfinanzierung hat man es manchmal mit Firmen zu tun, die etwas produzieren, das nur schwer zu fassen ist. Und eben auch nicht so einfach zu vermarkten. Aus Investorensicht ist es dann schwieriger das Geschäftsmodell nachzuvollziehen, um eine Entscheidung treffen zu können. Mit einem Video kann man Emotionen vermitteln und die handelnden Personen und ihre Motive zeigen.

    Produziert ihr die Videos selbst oder arbeitet ihr mit Partnern zusammen?

    Wir arbeiten beim Videodreh mit einem Partner zusammen. Die restlichen Schritte machen wir selbst – also Konzeption, Sprechertexte, Schnitt und Ton.

    Und bei anderen Marketingmaßnahmen?

    Auch die können wir vollständig selbst abbilden. Hierzu haben wir alle Ressourcen Inhouse – das ist zwar viel Arbeit, aber es steckt auch sehr viel Herzblut in jedem Projekt, das wir betreuen und in der gesamten Plattform. Das ist uns sehr wichtig.

    Das übersichtliche und klare Design einer Fundingpage sollten im Vordergrund bei der Vermarktung einer Kampagne stehen.

    Welche weiteren Content-Elemente empfehlt ihr bei einem Crowdinvesting?

    Ein Video ist definitiv ein wichtiges Element. Daneben sind Visualisierungen in Form von Fotos zu den Personen und Grafiken zum Geschäftsmodell hilfreich. Über alledem sollte jedoch das übersichtliche und klare Design einer Fundingpage im Vordergrund stehen. Potentielle Investoren müssen sich schnell und einfach zurechtfinden können. Die Infos müssen gut aufbereitet und auffindbar sein. Dazu ist eine durchdachte Struktur wichtig. Zu umfangreiche oder unübersichtliche Content-Elemente schrecken Investoren ab.

    Diesem Prinzip folgt ihr bei allen euren Projekten?

    Ja, wir setzen bei jeder Kampagne auf gleichbleibende Parameter. Wenn die nächsten Projekte kommen, dann gewöhnen sich Investoren an den wiederkehrenden Aufbau. So schaffen wir ein einheitliches Design.

    Was ist das Wichtigste beim Marketing für ein Crowdinvesting?

    Man sollte authentisch sein. Das Unternehmen, seine Historie und die handelnden Personen sollten im Vordergrund einer greifbaren Geschichte stehen. Personalisierung ist hier ein wichtiges Stichwort. So schaffen Emittenten einen konkreten Bezug – auch bei abstrakteren Projekten. Bei Royals & Rice ging es z. B. nicht darum die Speisekarte zu vermarkten, sondern darum, die Geschichte und das nachhaltige Geschäftsmodell des Unternehmens sowie den Hintergrund des Projekts zu kommunizieren.

    Vielen Dank für das Gespräch, Marie!

     

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