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    Kapital Digital Featured | 4 Min Lesedauer

    Mitarbeiterbeteiligung: Wie Sie Ihre Beschäftigten mit an Bord holen

    Mitarbeiterbeteiligungen bieten allen Unternehmen Vorteile – und werden dennoch vor allem von Konzernen genutzt. Kleine und mittelständische Betriebe scheuen sich noch davor, ihre Belegschaft zu beteiligen. Hier kann Crowdinvesting ansetzen: Es bietet einen schnellen und einfachen Weg, Mitarbeiter am Unternehmen teilhaben zu lassen.

    Was können Unternehmen für ihre Angestellten tun? Was in den USA, Irland oder Großbritannien längst gängige Praxis ist, konnte sich in Deutschland bisher noch nicht durchsetzen: die Mitarbeiterbeteiligung. Was zeichnet die Beteiligung der Belegschaft aus, warum sind sie hierzulande so wenig verbreitet und warum ist gerade Crowdinvesting eine Alternative für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)?

    Was ist eine Mitarbeiterbeteiligung?

    Bei Mitarbeiterbeteiligungen oder einem Employee Stock Ownership Plan (ESOP) geht es um die Teilhabe der Beschäftigten im und am Unternehmen. Das kann eine materielle Partizipation in Form von Kapital- oder Erfolgsbeteiligungen sein, aber auch ein immaterielles Engagement der Mitarbeiter an Entscheidungen oder Prozessen.

    Dementsprechend wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Modelle entwickelt: direkte und indirekte Beteiligungen, solche mit viel und ohne Einfluss auf die Betriebe. Die Möglichkeiten und Ausgestaltungsformen sind mannigfaltig. 

    CrowdDesk_Mitarbeiterbeteiligung_Formen

    In Deutschland sind Mitarbeiterbeteiligungsprogramme noch nicht weit verbreitet. „Sie führen noch immer ein Schattendasein, aber mit deutlich aufsteigender Tendenz“, erklärt Dr. Heinrich Beyer, Geschäftsführer des Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung AGP. Laut Verbandsangaben partizipieren hierzulande rund 1 Million Arbeitnehmer an ihrem Unternehmen in Form von stillen Beteiligungen und Genussrechten, weitere 1,3 Millionen halten Belegschaftsaktien. 3.500 Firmen bieten ihren Mitarbeitern diese Möglichkeiten der Teilhabe an. Zum Vergleich: Bundesweit gibt es knapp 3,5 Millionen Unternehmen.

    Konzerne sind Vorreiter, Mittelstand noch skeptisch

    Vor allem DAX-Konzerne wie Siemens, Allianz oder Adidas machen von Mitarbeiterkapitalbeteiligungen Gebrauch. Sie geben Belegschaftsaktien an ihre Mitarbeiter aus. Bei kleinen und mittelständischen Unternehmen, die mehr als 90 Prozent der Betriebe in Deutschland ausmachen, ist die Beteiligung von Mitarbeitern hingegen noch kaum verbreitet. Nach Schätzung des AGP sind es lediglich 2.800 Unternehmen.

    Das hat vor allem strukturelle Gründe. Wegen der komplexen gesellschaftsrechtlichen Ausgestaltung halten sich insbesondere KMU und Startups zurück. Zu hoch sind Verwaltungsaufwand und bürokratische Hürden.

    „Außerdem sind mittelständische Unternehmen in aller Regel eigentümergeführte Familienbetriebe. Hier tut man sich etwas schwerer, Anteile abzugeben“, erklärt Heinrich Beyer. Darüber hinaus würden diese Unternehmen als GmbH oder Personengesellschaften firmiert – beides Rechtsformen, die für Kapitalbeteiligungen einer großen Anzahl an Mitarbeitern nicht geeignet seien. Aktiengesellschaften haben es da leichter.

    CrowdDesk_Mitarbeiterbeteiligung

    Dabei bieten Mitarbeiterbeteiligungen für Unternehmen aller Größen und ihre Arbeitnehmer Vorteile an. Welche sind das?

    Motivation, Identifikation, frisches Kapital: Die Vorteile einer Mitarbeiterbeteiligung

    Mitarbeiterbeteiligungen erhöhen die Bindung an den Arbeitgeber und motivieren die Beschäftigten. Wer sich aktiv in „seinem“ Unternehmen einbringt, und nicht nur mit seiner Arbeitsleistung, sondern auch mit seinem Kapital unterstützt, will zum Erfolg beitragen. Das wirkt sich nicht nur auf die beruflichen Erfolge aus. Es lohnt sich auch finanziell.

    Und auch Unternehmen profitieren vom Beteiligungsmodell: Arbeitnehmer identifizieren sich stärker mit ihrem Arbeitgeber. Denn sie sind in besonderer Weise am Unternehmen involviert. Das sorgt dafür, dass die Fluktuation sinkt.

    Über Mitarbeiterkapitalbeteiligungen lässt sich neues Kapital beschaffen und damit die Liquidität steigern. So bringen Formen wie Genussrechte oder stille Beteiligungen einem Unternehmen zunächst Fremdkapital, das allerdings nach einer fünfjährigen Laufzeit und unter bestimmten Voraussetzungen als Eigenkapital in der Bilanz ausgewiesen wird. Dies wirkt sich positiv auf Bilanzstruktur und Kreditwürdigkeit aus.

    Mit Beteiligungen besser für Krisen gerüstet

    In Krisenzeiten kann die Belegschaft die Kapitaldecke ihres Unternehmens stärken und bei Liquiditätsengpässen aushelfen. Das kann auf verschiedenen Wegen passieren: etwa durch Lohnverzicht oder Reinvestierung nicht ausgezahlter Gewinnbeteiligung. Mitarbeiter profitieren nicht nur dadurch, dass ihr Arbeitsplatz erhalten bleibt. Nach überwundener Krise partizipieren sie an der Wertsteigerung ihres Unternehmens.

    Verschiedene Institute wie das für angewandte Wirtschaftsforschung Tübingen oder das für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) untermauern dies in veröffentlichten Studien: Unternehmen, die Mitarbeiterbeteiligungen anbieten, sind krisenresistenter.

    Talente durch Partizipation binden

    Eisele Pneumatik-60Auch beim „War for Talents“ kann eine Möglichkeit der Beteiligung entscheidende Vorteile für Unternehmen bringen. Der Fachkräftemangel sorgt dafür, dass Arbeitgeber neue Anreize schaffen müssen, um Bewerber von sich zu überzeugen. Wer nicht mit den Gehältern von großen Konzernen oder aus dem Silicon Valley mithalten kann, für den können Mitarbeiterbeteiligungen eine sinnvolle Alternative sein. In Bezug auf Startups kann eine finanzielle Beteiligung an einem möglichen Exit ein solcher Anreiz sein. Auch kleine und mittelständische Betriebe spüren den Fachkräftemangel. Sie können mit Beteiligungsformen Bewerber von sich überzeugen.

    Trotz dieser Vorteile bieten vorrangig große Unternehmen Mitarbeiterbeteiligungen an. KMU bleiben außen vor. „Mit der stillen Gesellschaft oder Genussrechten stehen aber auch für den Mittelstand einfache und rechtssichere Formen der Mitarbeiterbeteiligung zur Verfügung“, sagt Heinrich Beyer.

    Für den Mittelstand gibt es aber noch eine weitere Möglichkeit, ihre Mitarbeiter schnell, einfach und rechtssicher zu beteiligen: mit einem Crowdinvesting.

    Crowdinvesting: schnelle und einfache Alternative

    Ein Crowdinvesting ist innerhalb kurzer Zeit aufgesetzt und kann exklusiv für Mitarbeiter angeboten werden. Die Belegschaft kann sich beispielsweise an bestimmten Projektvorhaben ihres Unternehmens schon mit kleinen Summen finanziell beteiligen.

    Gemeinsam mit CrowdDesk setzt Eisele Pneumatics auf Crowdinvesting.Mit wenigen Klicks können sich beispielsweise die Angestellten des schwäbischen Mittelständlers Eisele Pneumatics am Crowdinvesting ihres Unternehmens beteiligen. Eisele treibt mit dem alternativen Finanzierungsinstrument Entwicklungsprojekte rund um die Themen autonomes Fahren und E-Mobilität voran. Ein Zukunftsthema, das nicht nur die eigene Firma wettbewerbsfähig hält, sondern den Angestellten, die investieren, auch eine attraktive Rendite bietet.

    Schon ab 500 Euro können sich die Mitarbeiter beteiligen. So bietet ein Crowdinvestment eine Einstiegshürde, um sich mit der Thematik „Mitarbeiterbeteiligung“ vertraut zu machen – sowohl für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Stehen die Mitarbeiter einer Beteiligung positiv gegenüber, können Unternehmen weitere Schritte in diese Richtung gehen.

     

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