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    Recht | 2 Min Lesedauer

    Welche Reporting-Standards gibt es beim Crowdinvesting zu beachten?

    Das Reporting für Investoren gehört zu den wichtigsten Aufgaben für Unternehmen, die Kapital einsammeln. Wer seine Anleger im Anschluss an ein Funding transparent und detailliert über die getätigte Investition informiert, der schafft Vertrauen und stärkt den Anlegerschutz.

    Das Funding war erfolgreich und das eingesammelte Kapital kommt an den entsprechenden Stellen zum Einsatz – und nun? Die Kommunikation zwischen Investoren und Unternehmen ist auch nach einer erfolgreichen Fundingphase wichtig. Denn Anleger sind wichtige Multiplikatoren, die – je besser sie im Nachgang informiert werden – auch weiterhin über das Unternehmen oder das Projekt sprechen.

    Ein Reporting schafft Transparenz und Vertrauen

    Investoren im Nachgang fortlaufend zu informieren schafft also nicht nur Transparenz. Unternehmen gewinnen Anleger auch für weitere Projekte, die möglicherweise in der Zukunft noch anstehen.

    Daneben dient der Austausch von Informationen Anlegern dazu, die Entwicklung ihrer Investition nachzuverfolgen. Erfolge, Herausforderungen oder außerplanmäßige Ereignisse müssen transparent dargestellt werden. Grundsätzlich dient dieser Dialog dem Anlegerschutz. Denn in der Regel ist der Wissensstand der Anbieter von Geldanlage wesentlich höher als der von Anlegern. Die regelmäßige Weitergabe von Informationen soll diese Diskrepanz verringern.

    Strenge Reporting-Standards für Crowdinvesting

    Ein Reporting im Bereich Crowdinvesting und generell Crowdfunding unterliegt noch einmal besonderen Vorgaben, da sie sich im Bereich des Grauen Kapitalmarkts bewegen. Alle Marktteilnehmer sind hier auf ein vertrauensvolles Umfeld angewiesen. Hierfür sind hohe professionelle und ethische Standards Grundvoraussetzung.

    Außerdem wird die Evaluierung des Kleinanlegerschutzgesetzes die Sichtbarkeit des Crowdfunding weiter erhöhen. „Die steigende Marktpräsenz erfordert von allen Beteiligten ein professionelles Verhalten“, kommentiert Dr. Ferdinand Unzicker diesbezüglich. Wie sollten Unternehmen das Thema Reporting also angehen? 

    Der Reporting-Guideline für Unternehmen

    Der Bundesverband Crowdfunding e.V. stellt an seine Mitglieder folgende Anforderungen, auf denen jedes Investoren-Reporting eines Unternehmens fußen sollte:

    • Relevanz: Die Informationen ermöglichen es den Investoren, die Entwicklung ihrer Investition nachzuvollziehen. Unternehmen sollten darauf achten, dass die weitergegebenen Informationen relevant sind.
    • Transparenz: eine der wichtigsten Aspekte eines Reportings. Unternehmen sollten die wichtigsten Entwicklungen des Investitionsvorhabens transparent, offen und proaktiv kommunizieren.
    • Regelmäßigkeit: Investoren sollten pünktlich und regelmäßig von Unternehmen informiert werden. Die Reporting-Zeiträume sollten klar definiert sein, sodass sich Anleger darauf einstellen können.

    Wann soll das Investoren-Reporting verschickt werden?

    • Die Berichte von Unternehmen bzw. Projektträgern sollen alle sechs Monate verschickt werden; spätestens jedoch 60 Tage nach Halbjahresende bzw. 90 Tage nach Jahresende.
    • Gleichzeitig empfiehlt der Bundesverband Crowdfunding für die alternative Finanzierung von Immobilienprojekten noch einmal gesonderte Vorgaben: Hier soll ein Reporting alle sechs Monate nach erfolgreichem Abschluss des Projekts versendet werden.

    Die Inhalte des Reportings

    • Allgemeinen Informationen zum Unternehmen oder Projekt: Name, Sitz, Rechtsform, tätige Regionen.
    • Angabe des Zeitraums, in dem das Funding stattfand.
    • Die Höhe des eingesammelten Kapitals.
    • Die Höhe der Rückzahlungen an die Investoren für das gesamte Projekt und für den jeweiligen Berichtszeitraum.
    • Eine kurze Beschreibung wesentlicher Erfolge, Herausforderungen und außerplanmäßiger Ereignisse im Berichtszeitraum.
    • Nur für Energieprojekte: Angaben zur Energieeffizienz und zum Energieertrag, der durch das Projekt erzielt wird
    • Nur für Unternehmensfinanzierungen: Branche, Stadium der Unternehmensentwicklung, Unternehmensbewertung, Grundlage der Bewertung, Nennung weiterer Investoren, Änderungen im Management.
    • Nur für Immobilienprojekte: Start des Projekts, Projektstadium, Finanzierungsstruktur des Projekts, allgemeine Informationen zum Projektentwickler.

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    Bildquelle: Pexels.com

     

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