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    Marketing Featured | 6 Min Lesedauer

    Social Ads: Für Crowdinvesting in Social Media werben

    Social Advertising beschreibt alle Werbemaßnahmen in Social Media. Es kann auch beim Crowdinvesting ein effektiver Kanal sein, um Investoren anzusprechen. Was gilt es bei der Werbung auf Facebook, Instagram und Co. beachten?

    Unternehmen, die ein Crowdinvesting anstreben, brauchen Investoren. Dafür müssen sie Marketingmaßnahmen in die Wege leiten, um Aufmerksamkeit und Reichweite zu erzielen. Das dient nicht nur dem Funding selbst, sondern auch dem Unternehmen. Denn Crowdinvesting ist Marketing. Ein Kanal, um das sein Projekt zu bewerben, sind die sozialen Netzwerke. Denn neben klassischer Social-Media-Kommunikation können Unternehmen auch Werbung auf Social-Media-Kanälen schalten: die sogenannten Social Ads.

    Social Ads, Social Media Advertising oder Werbung in sozialen Netzwerken: Unternehmen, die Reichweite erzielen möchten und auf sich und ihre Projekte aufmerksam machen wollen, kommen heute um Werbung in Social Media nicht mehr herum. Aufgrund der großen Nutzerzahlen und der hohen Aktivität eignen sich Social-Media-Plattformen ideal für Marketing- und Werbemaßnahmen.

    Social Media: Die Grundlage von Social Ads

    Social Ads sind Werbeformate, die in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, YouTube oder LinkedIn ausgespielt werden. Anders als bei klassischen Werbekanälen wie Radio oder TV lassen sich Social Ads sehr viel zielgruppenspezifischer ausspielen. Das liegt daran, dass die Social-Media-Kanäle auf eine umfassende Datengrundlage zurückgreifen können. Berufliche und private Interessen, Vorname, Nachname, Alter, Geschlecht, Ort, Ausbildung, Kontaktdaten, Branche: Viele Informationen sind einsehbar. Diese Daten bilden die Grundlage für das Angebot, dass die Social-Media-Plattformen den Werbetreibenden bieten.

    Das bedeutet, dass Ads (Werbung) viel gezielter an Kunden und Investoren gerichtet sein kann. Sie können direkt angesprochen werden – und das in verschiedenen passgenauen Formaten. Das erhöht die Chancen auf Sichtbarkeit in einer konkreten Zielgruppe. Außerdem erreichen Unternehmen über Social Media potenziell ein großes Publikum. Denn soziale Medien sind ein Massenphänomen. Laut Global Digital Report 2020 nutzen 3,8 Milliarden Menschen sie weltweit. Das entspricht fast der Hälfte der Weltbevölkerung. In Deutschland sind derzeit rund 38 Millionen Menschen bei Facebook, Instagram und Co. angemeldet.

    Was machen Social Ads aus?

    • - Richtigen Zielgruppen ansprechen: Mit Social Ads sprechen Unternehmen genau die Zielgruppe an, die für sie relevant ist. Beim Beispiel Crowdinvesting können Emittenten, die ein Projekt im Bereich erneuerbarer Energien finanzieren wollen, genau solche Investoren ansprechen, die Finanz-affin sind und nach einer grünen und nachhaltigen Geldanlage suchen. Auf diesem Weg lassen sich Zielgruppen identifizieren und gezielt ansprechen (Targeting).
    • - Nachverfolgung & Lerneffekt: Dadurch, dass Social Ads ausschließlich online ausgespielt werden, können Unternehmen alles Werbeanzeigen genau nachverfolgen und daraus lernen. Zum Beispiel, welches Format sich am besten eignet und was die höchsten Interaktionen mit Nutzern erzielt: Text, Bild, Video oder eine Kombination aus verschiedenen Elementen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich präzise Analysen und Erfolgsmessung durchführen.
    • - Auch mit kleineren Budgets wirkungsvoll: Wer in Social Media aktiv ist, musst nicht Unmengen an Geld für seine Werbeanzeigen ausgeben. Je genauer Unternehmen ihre Zielgruppe kennen, desto effektiver lässt sich Werbung platzieren. Social Ads bedeuten deshalb auch volle Kostenkontrolle. Das heißt: jedes Unternehmen und Werbebudget eignen sich für das Schalten von Werbung in Social Media.
    • - Tracking & Erfolgsmessung: Mit jedem Klick lernen Unternehmen etwas über das Verhalten der von ihnen festgelegten Zielgruppe. So lernen Unternehmen immer mehr und können präzisere Annahmen treffen. Sie können anhand vieler Faktoren nachvollziehen, ob ihre Werbeanzeige denn gewünschten Erfolg erzielt.

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    In der Praxis: Social Advertising verwenden

    1. Plattform auswählen: Zunächst sollten Unternehmen eine geeignete Plattform für die Social Ads aussuchen. Die wichtigste Frage dabei: Auf welchen Plattformen befinden sich potenzielle Investoren? Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn und YouTube kommen hierfür infrage.
    2. Format festlegen: Text, Bild oder Video? Oder doch lieber Formular oder Galerie? Die Formate von Social Ads können sie beliebig variieren und im Rahmen von Tracking und Erfolgsmessung auch A/B-Tests durchführen und verschiedene Formate parallel testen. Zudem können Unternehmen – anders als bei klassischen Werbeformaten – Anzeigen in Social Media meist selbst umsetzen. Die Anforderungen dafür sind geringer und das richtige Format schnell und einfach umgesetzt.
    3. Werbe-Account erstellen: Facebook und andere soziale Netzwerke haben Accounts integriert, über das sich Werbeanzeigen entwerfen, ausspielen und tracken lassen. Außerdem verwalten sie hierüber ihr Budget.

     

    Vorteile und Nachteile von Social Ads

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    Welche Kosten kommen bei Social Ads auf Unternehmen zu?

    Über den Werbe-Account schalten Unternehmen Werbung in Social Media. Mithilfe der oben beschriebenen Targeting-Kriterien können sie ihre Zielgruppe präzises eingrenzen. Damit sind Unternehmen aber nicht alleine. Oft konkurrieren mehrere werbetreibende Unternehmen um denselben Werbeplatz.

    Deshalb kommt es auf allen gängigen Social-Media-Plattformen zwischen den Unternehmen zu Echtzeitauktionen bei der Vergabe von Werbeplätzen in der anvisierten Zielgruppe. Man steht also in Konkurrenz um Zielgruppen und Themen. So ermittelt sich auch der Preis für Social Ads.

    Die Auktion läuft ungefähr so ab:

    1. Ein Unternehmen richtet seine Werbeanzeige ein und bestimmt die Zielgruppe. Hierzu hat er eine riesige Auswahl verschiedener Parameter (siehe Bilder oben). Diese Parameter bestimmen den Nutzer, der die Werbung angezeigt bekommt.
    2. Nun platziert das Unternehmen sein Höchstgebot und steigt mit diesem Gebot in die Auktion ein.
    3. Sobald ein Nutzer nun auf sein Social-Media-Account zugreift, greift die Echtzeitauktion. Ein Algorithmus vergleicht die eingereichten Angebote aller Werbeanzeigen auf diesen Werbeplatz innerhalb der spezifischen Zielgruppe.
    4. Nun bekommt die Anzeige den Zuschlag für den Werbeplatz, die den höchsten Score aufweist. Dieser Score setzt sich oftmals aus Gebot und Relevanz zusammen. Diese Relevanz wird mit dem Relevance Score angegeben. So messen Social-Media-Plattformen die Bedeutung von Inhalten, da sie ihren Nutzern einen echten Mehrwert bieten wollen – auch bei Werbeanzeigen. Haben zwei Unternehmen dasselbe Angebot abgegeben, so kann der Relevance Score die Auktion entscheiden. Es kann auch vorkommen, dass das Unternehmen den Zuschlag erhält, das zwar ein niedrigeres Angebot abgegeben hat, allerdings die höhere Relevanz hat. Das unterscheidet sich von Plattform zu Plattform.
    5. Die Kosten berechnen sich in der Regel nur im Erfolgsfall – also, wenn ein Nutzer auf die Anzeige klickt. Unternehmen bezahlen im Schnitt pro Klick zwischen 50 Cent und acht Euro.

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    Social Ads beim Crowdinvesting

    Beim Crowdinvesting bieten Social Ads großes Potenzial. Denn Unternehmen behalten die volle Kosten- und Erfolgskontrolle. Außerdem spielt nicht alleine das Budget die größte Rolle. Durch gezieltes Tracking und eine passgenaue Zielgruppenansprache können die richtigen Investoren auch mit geringen Kosten angesprochen werden.

    Werben Unternehmen für ihr Crowdinvesting-Projekt, müssen sie darauf achten, einen Risikohinweis innerhalb ihrer Anzeige zu platzieren. Dieser Hinweis ist immer dann gefragt, sobald die Konditionen (Laufzeit, Zinssatz etc.) des Crowdinvestments angegeben werden. Im Beispiel oben hat das die ynto-crowd auf Facebook in seinen Ads umgesetzt.

    Social Advertising kann bei der Wahl und der Planung der Marketinginstrumente eine elementare Rolle einnehmen. Es ist schnell aufgesetzt und Unternehmen können mithilfe von A/B-Tests viel ausprobieren, auch ohne größere Erfahrung in diesem Bereich. So können gezielt die richtigen Investoren auf die Fundingpage oder Crowdinvesting-Plattform aufmerksam gemacht werden.

     

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